„Ordnung ist das halbe Leben“ – Tipps gegen das Messie-Syndrom

Kennen Sie das auch? Tage- oder Wochenlang sammeln sich Papierstapel auf dem Schreibtisch an. In einer Ecke stapeln sich Bücher, die man „eigentlich“ noch lesen wollte, Wäsche sammelt sich auf Stühlen und Ablagen an, anstatt ihren Platz im Schrank zu finden. Eigentlich wollten Sie bereits gestern die leeren Flaschen und das Altpapier entsorgen, und das Geschirr müsste ebenfalls dringend mal wieder gespült werden.
Je schlimmer das Chaos wird, desto weniger Lust hat man, es zu beseitigen! So überwinden Sie Ihren inneren Schweinehund und bekämpfen das Messie-Syndrom:

TIPP 1: Nicht alles auf einmal!
Jeder ist überfordert, wenn er die gesamte Wohnung an nur einem einzigen Tag, oder in nur wenigen Stunden aufräumen soll. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Daraus folgt die erste Regel: Lassen Sie sich Zeit und üben Sie sich in Gelassenheit! Ein wenig Unordnung ist ja schließlich auch gemütlich. Heute ist das Wohnzimmer an der Reihe, morgen das Badezimmer. Wenn sie ein schnelles Erfolgserlebnis für den Anfang brauchen, nehmen Sie sich nur eine einzige Schreibtischschublade vor!

TIPP 2: Setzen Sie sich feste Zeiten!
Feste Termine für das Aufräumen sind hilfreich! Tragen Sie sich diese in Ihrem Terminkalender ein, genauso wie berufliche oder private Termine.
Schon 15 Minuten pro Tag können ausreichen, um die Wohnung dauerhaft ordentlich aussehen zu lassen. Versuchen Sie, beim Aufräumen die gleiche Routine wie beim Zähneputzen zu entwickeln! Stellen Sie sich einen Küchenwecker und legen Sie los! Sie werden überrascht sein, was man in 15 Minuten alles schaffen kann.
Planen Sie mindestens 1 x pro Monat einen Tag ein, an dem Sie sich wirklich 5-6 Stunden Zeit für Ihre Wohnung nehmen können. Und einmal im Jahr sollte ein großer „Frühjahrsputz“ stattfinden. Für Kleiderschränke gilt: Diese sollten etwa 2 x pro Jahr ausgemistet werden. Vergessen Sie auch nicht, die Tiefkühltruhe 1 x pro Jahr zu entrümpeln und verdorbene Lebensmittel wegzuwerfen.

TIPP 3: Üben Sie Loslassen!
Das wichtigste Lernziel lautet „Loslassen“. Es ist wichtig, dass wir uns von unbenutzten, unnötigen Dingen trennen lernen. Nicht alles, was man irgendwann mal gebraucht hat wird man jemals wieder brauchen. Hilfreich  ist hier die 3-Kisten-Methode. Dazu brauchen Sie drei große Kisten oder Pappkartons.
Kiste 1: Das brauche ich unbedingt noch! In diese Kiste kommt alles, was man regelmäßig benötigt, zu 99% wieder einmal benötigen wird, oder was einem so wichtig ist, dass man sich definitiv nicht davon trennen kann.
Kiste 2: Das brauche ich vielleicht irgendwann noch. Wenn Sie sich nicht sicher sind, benutzen Sie diese Kiste und stellen Sie diese, mit Datum beschriftet, anschließend in den Keller oder auf den Dachboden. Wenn Sie die Kiste nach einem Jahr nicht mehr geöffnet haben, verschenken oder verkaufen Sie die Inhalte oder werfen Sie diese weg!
Kiste 3: Das kann weg! Seien sie großzügig, Sortieren sie aus! Für Müll entpfiehlt es sich, direkt Müllsacke und Papiercontainer bereit zu halten. Alles andere wird sofort (innerhalb der nächsten 7 Tage) verschenkt oder verkauft.

TIPP 4: Alles hat seinen festen Platz!
Die meiste Unordnung entsteht dadurch, dass gewisse Dinge keinen festen Platz haben. Legen Sie sich Ordnungssysteme und Ordnungshelfer zu (Aktenordner, Kisten, Fächer, Ablagen, Regale, Schränke etc.). Sortieren Sie diese nach Kategorien und beschriften Sie die einzelnen Plätze entsprechend. Wenn Sie einen Gegenstand aus dem Regal nehmen, stellen Sie ihn nach der Benutzung wieder genau dort hin.

TIPP 4: Horizontale Flächen sind keine Ablagemöglichkeiten!
Einen ordentlichen Eindruck erhält die Wohnung, indem Sie diese einfache Regel beachten. Alle Ablageflächen (Esstisch, Schreibtisch, Kühlschrankoberfläche, Fensterbretter etc.) und der Fußboden ziehen Unordnung magisch an. Gerade der Fußboden sollte daher immer frei sein. Dann erleichtern Sie sich auch das Wischen und Staubsaugen. Stellen Sie hübsche Blumenkübel oder Bilderrahmen auf den Kühlschrank oder auf das Regal und es kann sich nichts anderes mehr dort ansammeln. Gewöhnen Sie sich an, den Esstisch nach jedem Essen wieder freizuräumen und abzuwischen.

TIPP 5: Verlassen Sie nie mit leeren Händen die Wohnung!
Ein sehr simpler Aufräum-Tipp für Faule lautet, nie mit leeren Händen aus der Wohnung zu gehen. Denn keiner geht gerne extra wegen dem Müll aus dem Haus. Nehmen Sie daher bereits auf dem Weg zur Arbeit oder vor dem Spaziergang, vor dem Shoppen etc. Müllsäcke, Altpapier oder leere Flaschen mit hinunter und entsorgen Sie diese umgehend.

TIPP 6: Erhöhen Sie den Spaßfaktor 🙂
Aufräumen muss nicht unangenehm sein. Es kann auch viel Spaß machen. Bitten Sie doch einfach Ihre/n Partner/in oder eine gute Freundin/ einen guten Freund um Hilfe. Denn zu zweit ist es gleich viel einfacher und Sie können sich gegenseitig anstacheln. Oder schalten Sie ihre Lieblingsmusik an und drehen Sie diese so laut auf, wie es die Nachbarn aushalten. Mit Musik geht alles gleich viel leichter. Besonders nett: Aufräumen und Putzen macht meistens schlank! Erfreuen Sie sich am inklusiven Fitnessprogramm. Und nach jeder Aufräum-Aktion winkt selbstverständlich eine Belohnung, denn Sie haben ja Einiges geleistet! Überlegen Sie sich bereits vorher, welche kleinen Dinge Ihnen Freude machen und was Sie sich gerne gönnen wollen.

 

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Über Positiv Leben

Als Diplom-Pädagogin und zertifizierte Kursleiterin für Autogenes Training und Stressbewältigungstraining blogge ich gerne über alles rund um Psychologie&Gesundheit, über das Leben, Glück, Erfolg usw. Außerdem biete ich Stressmanagement- und Entspannungskurse in Süddeutschland an.
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