Was die Berufstätigkeit mit der Lebenserwartung zu tun hat:

Die Terman-Studie: In einer bekannten Längsschnittstudie begleitete Lewis Terman 1528 hochbegabte Kinder von 1921 an bis zu seinem Tod im Jahr 1956 auf ihrem Entwicklungsweg.
Die Terman-Studie wurde nun von den amerikanischen Psychologen Howard Friedmann und Leslie Martin neu ausgewertet, ergänzt und veröffentlicht. Ihr Buch ist in Deutschland 2012 unter dem Titel „Die Long-Life-Formel“ erschienen.

Die Frage heute lautet: Was hat die Berufstätigkeit mit der Lebenserwartung zu tun? Führt ein stressiger Job dazu, dass man früher stirbt? Und ist es wichtig, dass man einen Beruf wählt, der zu seinen Interessen passt?

Die Antworten der Studie:
Beruflich Erfolgreiche leben im Schnitt 5 Jahre länger, als Erfolglose!
Erfolgreich sind vorallem Personen, die gewissenhaft sind, Arbeiten zu Ende bringen, ehrgeizig ihre Ziele verfolgen und zudem bei der Arbeit hoch motiviert sind. Beruflicher Stress ist dabei sogar gut – solange man damit umgehen kann. (Einem guten Stressmanagement kommt hierbei also eine Wichtige Bedeutung zu!)
Bei der Wahl der Arbeit ist es im Allgemeinen für Gesundheit und Lebensdauer nicht mal wichtig, dass persönliche Interessen mit der Berufstätigkeit übereinstimmen!

Bei zwei Berufsgruppen ist es allerdings wichtig, dass ein bestimmtes Persönlichkeitsprofil vorhanden ist:

  • Bei Tätigkeiten im Vertrieb haben es sowohl besonders tatkräftige als auch besonders zurückgezogene Menschen schwer. Sie reagieren bei dieser Tätigkeit schneller gestresst und werden öfter krank.
  • In sozialen Berufen wirkte sich ein soziales Interessenprofil lebensverlängernd aus. Wer als Lehrer, Berater oder Geistlicher arbeitet, sollte also kommunikativ und kontaktfreudig sein und gerne mit Menschen zu tun haben, sonst kann diese Tätigkeit schnell zu negativem Stresserleben führen, was sich wiederum negativ auf die Gesundheit auswirkt.

Menschen aus diesen beiden Berufsgruppen, die sich nach diesem Beitrag angesprochen und nun Fehl am Platz fühlen, sollten Ihre Berufswahl und -Tätigkeit vielleicht nochmal überdenken. Für alle anderen gilt: Wenn sich der Beruf nicht mit den persönlichen Interessen deckt, Sie aber trotzdem darin erfolgreich sind, ist es für Sie gesund, wenn Sie weitermachen! Denn, es wirkte sich in der Studie positiv auf die Gesundheit aus, wenn man nicht zu häufig den Beruf wechselte…

Quelle:
http://www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de/lernen/lernen-20121026-howard-friedman-berufserfolg-lebensdauer.html

Buchempfehlung:
http://www.beltz.de/de/sachbuch/beltz-sachbuch/titel/die-long-life-formel.html

 

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Über Positiv Leben

Als Diplom-Pädagogin und zertifizierte Kursleiterin für Autogenes Training und Stressbewältigungstraining blogge ich gerne über alles rund um Psychologie&Gesundheit, über das Leben, Glück, Erfolg usw. Außerdem biete ich Stressmanagement- und Entspannungskurse in Süddeutschland an.
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